Glossar

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Kanonische Wächter*innen: Kanonische Wächter*innen nennen sich traditionell all jene Magier*innen, die u.a. an der Broughton Academy als “Wächter*innen des Britischen Weges” ausgebildet werden. Ihr Job ist der Schutz der souveränen magischen Gesellschaft und ihrer Grundfeste. Der Name leitet sich ab vom sogenannten Magiekanon.
Der moderne Ausdruck für kanonische Wächter*innen lautet Agent*innen/Analyst*innen des Central Intelligence Service (CIS). Wächter*innen nehmen keine klassischen Polizeiaufgaben wahr, sondern entsprechen vielmehr einer Mischung aus Geheimdienst und Spezialeinheit.

Erste Welt/Zweite Welt: Magier*innen bezeichnen die nicht-magische Welt gemeinhin als 1st World oder Erste Welt. Die Menschen der Ersten Welt gelten als 1st Worlders.
Die souveräne Welt der Magier*innen gilt entsprechend als Zweite Welt.
Die Ablösung der Magischen Welt von der Ersten Welt wird als Weltentrennung bezeichnet. Ihre Wahrung und Durchsetzung obliegt jurististisch den Kanonischen Wächter*innen.

Magiekanon: Alte Übereinkunft und Kategorisierung der Magie in zulässige, sprich kanonische Praktiken und illegale Magieformen (vgl. Mystik). Diese Übereinkunft gilt als zentrales Moment magischer Identität. Der Kanon wurde in Großbritannien geschlossen und von dort in die Welt hinaus getragen.

Mystik: Mystik ist ein allgemeiner Sammelbegriff für all jene Magieformen und -anwendungen, die außerhalb des legalen Kanons stattfinden. Besonders bekannte Richtungen sind die sogenannte Irische Mystik, die Russische Mystik und die New Old Magic. Ursächlich für die strafrechtliche Verfolgung der Mystik ist, dass sich viele Praktiken dem Überwinden sogenannter Raumgrenzen widmen – was volkstümlich auch als schwarze Magieform verschrien ist.

Raumgrenze: Begriff der Komplexen Magietheotrie, der das Agieren im singulären Raum beschreibt.

Britischer Weg: Der Britische Weg ist das derzeit dominierende System zum Umgang mit Magie in der Welt. Er umfasst die Bestimmungen zur Weltentrennung und den Magiekanon. Das ideologische Gegenüber des Britischen Weges ist dabei die sogenannte Russische Mystik. Der magische Ost-West Konflikt ist damit quasi der Kampf um die Deutungshoheit beider Systeme.

Britischer Kolonialismus: Als britischer Kolonialismus wird die erzwungene Durchsetzung des Britischen Weges und die damit verbundene Verdrängung anderer – oft nicht europäischer – Magiekonzepte in die Illegalität bezeichnet. Der Britische Weg gilt in weiten Teilen der Welt als durchgesetzt.
Widerstand gegen die britische Deutungshoheit findet u.a. Ausdruck in der sogenannten “New Old Magic” Bewegung oder dem magischen Irlandkonflikt. Der Widerstand richtet sich dabei vorrangig gegen den Magiekanon.
Die Weltentrennung wurde weltweit ratifiziert, ihre konsequente Durchsetzung variiert jedoch regional.
Britische Wächter*innen wurden früher weltweit zur Durchsetzung des Britischen Weges eingesetzt, heute obliegt die Durchsetzungsverantwortung den einzelnen Ländern.

Magic Britain: Eigenbezeichnung der Magischen Gesellschaft in Großbritannien.
Als Zugangsvoraussetzung galt lange die nachgewiesene Abstammung von magischen Eltern sowie die zeremonielle Annahme des Magiekanons. Erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Zugang in die Magische Welt gelockert und von der Magiefähigkeit der Eltern gelöst.

Magier*innen: Selbstbezeichnung für all jene Personen, deren Familien seit der Gründerzeit Teil der souveränen magischen Gemeinschaft sind. Wer ohne Beleg zweier magischer Eltern seit Mitte des 19. Jahrhunderts Teil der Magischen Welt wird, gilt oftmals nur noch als Magiefähige*r und nicht mehr als reine*r Magier*in.
Etwas weniger negativ konnotiert ist der quasi gleichbedeutende Begriff der Exceptioners.
Die Ausdrücke Zauberer, Hexen und Hexer gelten wiederum als Fremdbezeichnung der Ersten Welt und beschreiben oftmals eher profane mystische Praktiken als tatsächliche kanonische Magieanwendung.

Exceptioners: Mitglieder der Magischen Welt ohne (direkte) nachweisbare magische Abstammung. Eine rasant anwachsende Gruppe in Magic Britain, deren Integration und politische Teilhabe eine der größten Herausforderungen der Magischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts ist. Vgl. Awakeningbewegung.

Mixed Magic: Familien, die aus Nichtmagier*innen und Magier*innen bestehen sowie Kinder, die jeweils einen Elternteil aus First World und Magic World haben.

Awakening Bewegung: Bewegung, die sich in den 60er Jahren geformt und schließlich in den 70er Jahren massiv radikalisiert hat. Inhaltlich hat sich die Awakening Bewegung gegen die seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer stärker werdenden Exceptioner-Zuströme in die Magische Welt gerichtet. Dabei ging es um Ängste zur Tragfähigkeit einer versteckten magischen Gesellschaft und ihrer Identität.
In den 70er Jahren waren Awakening-Mitglieder wiederholt für terroristische Anschläge verantwortlich. Die Bewegung wurde schließlich 1980 zerschlagen. Das Gros ist geflohen und befindet sich derzeit im russischen Exil. Sie werden Exilant*innen genannt.

Magische Urgemeinde: Bezeichnung der ersten souveränen Magier*innen-Gruppen zu Zeiten der Magischen Konsolidierungsphase – also noch vor der offiziellen Weltentrennung.

Gründerfamilien: Personen deren Vorfahren und Magiefähigkeit sich bis in die Gründungsgeschichte der souveränen magischen Gesellschaft zurück verfolgen lassen. Sie sind die Urheber*innen des Magiekanons, wie er bis heute gilt.

Konsensmagier*innen: Magier*innen, die sich nach und nach der Konsensgesellschaft, sprich der souveränen Magischen Gesellschaft angeschlossen haben und damit die vollen Privilegien Magic Britains genießen.